Der Landwirt und die wilden Hofkatzen

  • 16.12.2021

An alle, die die Gesetze nicht kennen und es nicht für notwendig empfinden, ihre Katzen zu kastrieren ! - Jetzt …

An alle, die die Gesetze nicht kennen und es nicht für notwendig empfinden, ihre Katzen zu kastrieren ! - Jetzt ist die beste Zeit zur Kastration - bitte meldet euch bei uns - wir unterstützen zusammen mit der Bauernkammer!

Letztes Jahr, 2020, hatten wir gefühlte 200 Kitten, Kätzchen mit 3 Wochen aufwärts, die man uns verschnupft, verwurmt, von Parasiten befallen, mit ausgeronnenen Augen und Ohren, die von Milben und Räude zerfressen waren, aufgenommen. Babykätzchen, aufgefunden auf und neben Bauernhöfen, mitgenommen von Ausflüglern zu Fuß oder per Rad, ausgesetzt im Wald oder über Garten Zäune geworfen - alles kleine, hilflose Wesen, die niemand haben will.

Daneben wurden laufend tragende Katzenmütter, oft knapp vor der Geburt, unter falschen und fadenscheinigen Gründen bei uns abgegeben. Gefunden oder Zugelaufen, aber oft auch die eigenen Katzen, die man nicht mehr haben wollte, weil ja noch 3 Schwangere am Hof sind.

Man erkennt sie gleich, die verwilderten Katzen, die auf Bauernhöfen geduldet werden, weil sie Mäuse jagen - nicht zu verwechseln mit jenen bäuerlichen Hauskatzen, die - weil gepflegt und lieb und zugänglich - auch das Haus mit ihren Personal teilen dürfen. Nein, die sind nicht das Problem der wundersamen Vermehrung - es sind jene bereits Genannten, die sich unkontrolliert vermehren, deren Junge vom Fuchs geholt, vom Traktor überfahren oder vom Jäger erschossen werden, die da sind oder auch nicht, die niemanden abgehen, wenn sie der Tod ereilt hat.

Gerade für diese Katzen hat der Halleiner TV heuer - gestartet im Jannuar - eine großflächige Kastrationsaktion gestartet, zusammen mit der Tennengauer Bauernkammer, ausgeweitet auf den Flachgau. Eine nicht unbeträchtliche Summe Geld haben wir bereit gestellt, in der Hoffnung, es kommen so viele Anfragen zur Gratiskastration dieser geduldeten Bauernhofkatzen, dass wir nochmals aufstocken werden müssen.

Jetzt, 2 Monate später, sitzen wir enttäuscht auf unseren Bürosesseln und grübeln, was wir doch falsch gemacht hätten? Nicht einmal 20 Landwirte im gesamten Bundesland Salzburg haben diese Aktion genutzt. Weniger als ein Tropfen auf den heißen Stein!

Liebe Landwirte - woran scheitert es, dass ihr euch nicht bei uns gemeldet habt? Prinzipsache oder Sturheit, Stolz oder Ignoranz? Es ist bestehendes Gesetz, dass freilaufende Katzen kastriert werden müssen. Wir Tierheime platzen alljährlich aus allen Nähten, haben immense Kosten, diese kleinen Wesen gesund zu pflegen und dies auch noch mit Steuergeldern!

Bitte nehmt es in Zukunft wahr - solche Aktionen unsererseit sollen euch unterstützen, diese zugelaufenen Katzen - für die ihr anfänglich vielleicht wirklich nichts dafür könnt - in deren Vermehrung zu kontrollieren und deshalb auch zu kastrieren. Meldet euch doch bitte auch außerhalb solcher Gratiskastrationen - sobald die erste unbekannte Katze bei euch am Hof auftaucht - wir kastrieren sie gerne!

Und - keine Angst, das Argumgent "die Katzen sterben aus" halten wir alle hier für ein Gerücht  - denn so ganz an die Gesetze wird sich die Menscheit sowieso nicht halten.

 

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