Lani

  • 30.07.2020

  Ich bin die Lani, eine 7 Monate alte Border Collie Hündin. Wie viele meiner vierbeinigen Kollegen wurde ich zum Wanderpokal, …

 

Ich bin die Lani, eine 7 Monate alte Border Collie Hündin. Wie viele meiner vierbeinigen Kollegen wurde ich zum Wanderpokal, stamme ursprünglich von einer Familie - oder auch einer Züchterin, dass weiß ich nicht mehr - aus Oberösterreich. Auf einer Facebook Seite wurde ich dann aufgegabelt von aboslut unwissenden und blauäugigen Zweibeinern, von Zweibeinern, die man sich als treuer Begleiter des Menschen so gar nicht wünscht.

Gott sei Dank hat mich das Halleiner Tierheim aufnehmen können, nachdem ich auf der Herbergsuche an einige verschlossene Türen klopfen mußte. Aber jetzt hab ichs mal gut, meine Hundenannies sind total feinfühlig und spüren gleich, was in mir vorgeht, warum ich so unsicher bin, mich sogar vor meinen Artgenosseen fürchte. Vroni, mein persönlicher Hundecoach, hat mir versprochen, dass sie es schafft, mir die Sicherheit und das Vertrauen in euch Zweibeiner wieder zu geben, auch wenn es ein wenig dauert - "wir kriegen das hin!".

Anfänglich hat es geheißen, ich sei unberechenbar, schnape und zwicke - ja Leute, macht euch mal schlau über meine Rasse - ich will euch ja keine Angst einjagen, aber Hütehunde "schnappen" nun mal, wenn normalerweise auch nur die Schafe ! Aber jetzt bin ich schon drei Tage hier und meine Nannies sagen, ich verhalte mich vorbildlich, wie ein junger Vierbeiner, der einfach vom Leben da draußen noch nichts kennen lernen durfte und etwas ängstlich und unsicher durch die Welt trottet. Und ich bin ja klug - das muß man auf den Bildern ja erkennen, wie ein schlauer Fuchs, ich lerne gerne und schnell. Meine Nanny, die Teresa, habe ich schon total lieb gewonnen, aber die verführt mich auch immere wieder mit Leckerlies und wickelt mich um den Finger. Ich glaube meiner Vroni, der Hundetrainerin, sie hats ja gelernt mit Hunden wie mir umzugehen, die macht aus mir bestimmt bald einen selbstsicheren und treuen Wegbegleiter.

Jetzt heißt es in die Zukunft schauen, Vertrauen fassen üben, die Scheu vor Artgenossen verlieren - da gibt es einen Stafford Jungen mit 6 Monaten, vielleicht will der mal Kontakt mit mir aufnehmen? - schnuppernd und vorsichtig? Das wäre ja schon was. Vielleicht findet sich aber alsbald ein geeigneter, liebevoller Platz für mich, wo ich mich entwickeln kann, gefördert werde und einfach meinen Platz in eurer Welt finden kann. Wer weiß!

 

 

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